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Countdown für Zeitreise läuft. Burgenmuseum auf der Burghalde soll im Dezember eröffnen – Blick zurück ins Mittelalter
[Allgäuer Zeitung Nr. 244, 20.10.04, S. 27]

Kempten (raf). Was sind schon ein paar Monate Verzögerung in einer Welt, in der sonst nur Jahrhunderte zählen? Doch irgendwann kommt selbst der Mythos Mittelalter an einer konkreten Terminplanung nicht vorbei. Dem Allgäuer Burgenmuseum schlägt jetzt nach langem Vorlauf im frühen Dezember die Stunde: Dann wird die neu gestaltete Sammlung auf der Burghalde teileröffnet. Das Museum weist dann zwar noch so manche „Bresche“ bei der Präsentation seiner Exponate auf – doch genug Material für eine interessante Zeitreise bietet es allemal.

Ohne Moos nichts los: Das musste auch der Allgäuer Burgenverein erkennen, als er sich vor gut zwei Jahren zum „großen Schritt“ entschloss: Die seit den 80er Jahren in der Westendstraße untergebrachte Dauerausstellung soll auf die Burghalde wandern, um dort nach zeitgemäßer Rezeptur präsentiert zu werden. Also machten sich Museums-Beauftragter Roger Mayrock und seine Mitstreiter auf die Suche nach Geldgebern.

„Das hat sich länger hingezogen als erwartet“, berichtet der. Graphiker. Doch inzwischen sind – nicht zuletzt dank eines Zuschusses der Landesstelle für nichtstaatliche Museen – etliche tausend Euro an Spenden und Fördermitteln zusammen gekommen. „Zudem haben unsere Mitglieder seit März ehrenamtlich fast 1000 Arbeitsstunden in die Innengestaltung gesteckt“, betont Mayrock. Im Mittelpunkt der neu konzipierten Zeitreise: Eine überdimensionale Vitrine in Form mehrerer Burggebäude. „Guckfenster mit originalen Fundstücken von Allgäuer Burgen ermöglichen künftig einen Blick zurück bis ins 13. Jahrhundert“, freut sich der Museums-Motor.

Gezeigt wird neben der Baugeschichte der Bollwerke – im Allgäu sind rund 360 Standorte dokumentiert – vor allein der Alltag in den kargen Gemäuern. „Dabei spielt das Koch- und Tafelgeschirr eine besondere Rolle“, so Mayrock. Doch auch Überreste von Kachelöfen, Fensterleibungen oder Metallarbeiten sollen die ferne Epoche veranschaulichen.

Ergänzt wird die Ausstellung durch Rüstungsteile sowie Ansichten und Rekonstruktionen Allgäuer Burgen. Obendrein gehören auch Infos über die Geschichte der Burghalde und den sensiblen Umgang mit dem „Denkmal Burg“ dazu. Möglichst bald soll nun auch das fehlende Drittel des rund 100 Quadratmeter großen Museums fertig gestellt werden. Attraktionen hier: Mittelalterliche Waffen, Kinder-Ebene und ein Wohnturm-Modell. „Der Zeitpunkt hängt aber auch hier von den eingehenden Spenden ab“, macht Mayrock klar.

Das Allgäuer Burgenmuseum soll ab Anfang Dezember jeweils samstags und sonntags von 10 bis16 Uhr geöffnet sein. Eintritt voraussichtlich: 2 Euro.

 

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