Allgäuer BurgenmuseumLinks | Impressum

Aktuelles
Veranstaltungen
Besucherinformationen
Das Allgäuer Burgenmuseum
Literatur
Presse
Kontakt
 
Allgäuer Burgenverein
Allgäuer Burgenverein

Presse

Wie einst die alten Rittersleut. Mittelalterliches Spektakel auf der Burghalde begeistert „das Volk zu Kempten“
[Allgäuer Zeitung, 28.08.06]

Kempten (kro). In Scharen hat sich das Volk von Kempten auf dem Schauplatz eingefunden. Schwert und Schild sollen den ehrenhaften Kampf des Ritters Peter Tanheiser, Herr von Irsee, gegen den Übeltäter, den Herrn von Günzburg entscheiden. Der Angeklagte hatte die Dreistigkeit besessen, der Marktgräfin Cosima I. unter den Rock zu schauen. Doch letztlich lässt die Herrin Gnade vor Recht ergehen und es bei 20 Stockhieben bewenden.

Das Ritterspektakel des Allgäuer Burgenvereins und der Jugendarbeit Kempten verbreitet mittelalterliche Stimmung auf der Burghalde und lässt in stilechten Gewändern die lang vergangene Zeit hochleben.

Sogar edle Burgfräuleins, Knappen und Mägde sind nach Kempten gekommen um mit Tänzen und Spielen die Stadtbürger zu erfreuen und historische Handwerkskunst zu neuem Leben zu erwecken. Auch Herolde, Landsknechte und Gaukler führen in das Zeitalter der verwegenen Rittersleut.

Heiß geht's her in den historischen Mauern, wenn Schmied Anselm das Metall zum Glühen bringt, bevor er es auf dem Amboss zurechthämmert. Auch Stadtbürger sind zum Mitmachen eingeladen. Mit Hilfe des erfahrenen Ritters zeigen Sarah (9), Daniel (11) und David (11) Mut und Kraft am offenen Feuer.

Ein paar Schritte weiter werden Münzen geprägt und gleich darauf in den Handel gebracht. Sven und Simon erstehen dabei Schild, Schwert und Axt, um sich gleich darauf in der Kunst des mittelalterlichen Kampfes zu messen.

Ihre Geschicklichkeit beim Drechseln beweisen aus dem Volk auch Klaus Ritter und seine Kinder Jana und Nico, während sich an anderer Stelle Jung und Alt im Pfeil- und Bogenschießen erprobt. Kleine Bürger versuchen sich beim Filzen und adelige Damen weben und sticken. Jana, zwei Jahre jung, Svenja (4) und Amelie (3) begeistern sich für die fröhlichen Musikanten in mittelalterlichen Gewändern, die mit Dudelsack, Harfe, Flöte, Fidel und Schalmei aufspielen, während hungriges Volk sich duftende Fladenbrote aus dem Holzbackofen schmecken lässt. Noch mehr Speis und Trank werden an der Schenke geboten. Von den Stadtbürgern, die an diesem Tag kaum Platz finden, ist rund um viel Lob für „das prächtige Spektakel“ zu vernehmen. Familie Fuchs aus Kempten ist von der Präsentation des Museums fasziniert. „Das ist eine atemberaubende Geschichte, schön dargestellt und vieles auf Kinderaugenhöhe präsentiert“, freuen sich die Eltern mit ihrem Nachwuchs und stürzen sich wieder ins Getümmel. Für Händler, Handwerker, Adelige und einfaches Volk geht derweil das „Spektakolum“ im historischen Gemäuer weiter.

 

« Pressespiegel